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Maria Maienkönigin

Maria Maienkönigin
Veröffentlicht am Do., 21. Apr. 2022 10:45 Uhr
Neuigkeiten

Im Monat Mai wird an allen Gottesdienstorten wieder zu den Mai-Andachten eingeladen:
Stella Maris, Heringsdorf: donnerstags um 16:30 Uhr,
St. Otto, Zinnowitz: freitags um 17 Uhr,
Salvator, Anklam: freitags um 17 Uhr,
Herz Jesu, Wolgast: sonntags, dienstags und donnerstags um 18 Uhr und
St. Joseph, Greifswald: sonntags um 17 Uhr.
Hier der Link für die Gottesdienstordnung im Mai. 


Marienwallfahrt für die Region Vorpommern war am Samstag, dem 07.05. in Bergen auf Rügen: 

Der Weg hat ein Ziel!

„Ich bin dann mal weg“ – der Erfolg von Hape Kerkelings Buch über seinen Pilgerweg nach Santiago de Compostela und dessen Verfilmung zeigt den bemerkenswerten gesellschaftlichen Pilgertrend an. So ist es nur folgerichtig, dass auf der Insel Rügen die jahrzehntealte Tradition der Marienwallfahrt im Mai wieder aufgenommen wurde. Am Samstag, dem 7. Mai, waren dazu alle Katholiken Vorpommerns in die evangelische Marienkirche in Bergen auf Rügen eingeladen.

Auf Kerkeling verwies Gastprediger Diakon Lang aus dem Bistum Fulda. „Wallfahren, Pilgern ist zunächst und vor allem ein Bild für unser Leben, ein Bild von Kirche. Wir sind unterwegs, aber noch nicht am Ziel.“, sagte er. Der Weg sei nicht endlos und damit keineswegs an sich das Ziel: Vielmehr habe er ein Ziel: Jesus Christus und das durch ihn verheißene ewige Leben.

Etwa 30 Pilger hatten sich frühmorgens von Putbus aus zu Fuß auf den Weg gemacht. Mehr als die Hälfte davon waren Jugendliche, die bereits die Nacht zuvor mit der Wallfahrt begonnen hatten. Im Anschluss an den Festgottesdienst gab es Gelegenheit zum Austausch bei Speis und Trank auf dem Hof hinter der katholischen Kirche St. Bonifatius. Mit einem Vortrag über Bernhard von Clairvaux, dem Patron der örtlichen Pfarrei, gestaltete Diakon Lang die sog. Wallfahrtsstunde. Der Tag endete mit einer Andacht und dem eucharistischen Segen.

Die Bergener Marienwallfahrt ist eines von drei katholischen Ereignissen mit überregionaler Bedeutung. Zu Fronleichnam versammeln sich die Katholiken Vorpommerns in Hoppenwalde für die traditionelle eucharistische Prozession. In der katholischen Begegnungs- und Familien-Ferienstätte St. Otto in Zinnowitz findet immer im September der Katholikentag statt.

Bericht und Foto von Kaplan Maximilian Hofmann, Heiliger Bernhard, Stralsund


Auf der Seite Katholisch.de finden Sie folgende Information:

"Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen", heißt es in einem der beliebten und bekannten Marienlieder, die man oft während des "Wonnemonats" singt. Maiandachten prägen diesen Monat. Gerne und häufig versammelt man sich, um vor dem aufwendig geschmückten Marienaltar zu beten und zu singen.

Es ist interessant, dass der Brauch, im Monat Mai besonders die Gottesmutter Maria zu ehren, schon sehr alt ist. Eigentlich hat man in frühchristlicher Zeit den Mai genutzt, um für eine gute Ernte zu beten. Er ist eben jener Frühlingsmonat, in dem die Saat auf die Felder ausgebracht wird und man spürt, dass die Natur nach und nach wieder aufblüht. Bis heute betet man in den Bitttagen vor Christi Himmelfahrt um gutes Wetter; Flurumgänge sind ein Ausdruck dafür, dass wir Gott für die Schöpfung danken und sie seiner Güte anvertrauen.

Ein fast vergessener Brauch: der häusliche Marienaltar

Dennoch ist diese Sorge um die Schöpfung im Mai zugunsten der Gottesmutter Maria in den Hintergrund getreten. Dies ist besonders im 19. Jahrhunderts geschehen, in dem die Maiandachten, die schon in der Barockzeit entstanden waren, und die marianische Volksfrömmigkeit auch in Deutschland einen Aufschwung erlebten. Gerade die Blütenpracht des Mai lenkte den Blick auf Maria, die "schönste Blume Gottes" (Alois Albrecht) und macht deutlich, dass mit Maria die neue Schöpfung ihren Anfang genommen hat.

In manchen Gegenden ist es noch heute üblich, auch zuhause einen Maialtar aufzubauen. Eine Statue der Gottesmutter wird an einem besonderen Ort aufgestellt und mit allerlei Blumen geschmückt. Meist zieren einen solchen Maialtar Birkenzweige, Tulpen und Lilien. Da dieses Brauchtum vielerorts in Vergessenheit geraten ist, wird zumindest der Marienaltar in den Kirchen im Mai mit einem üppigen Blumenschmuck geehrt.

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Foto: Beregnet Marienkirche, Maximilian Hofmann, 2021